Sonderausstellung

 

Mit Eröffnung des Museums am 1. Juni 2000 begann die Ausstellungsreihe

"Kinder stellen für Kinder aus".

 

Im Spielzimmer, wo sich die kleinen, aber auch große Besucher mit Holzspielzeug beschäftigen können, bot sich die Gelegenheit, kleinere Präsentationen ganz nach dem Geschmack der Kinder zu zeigen. Dabei sollte die Sammelleidenschaft der Kids im Vordergrund stehen, sie wählen aus, sie gestalten die Ausstellung auch selbst. Egal, ob nun Lego-Modelle, Matchbox-Autos oder Barbie-Puppen. Den Ideen waren keine Grenzen gesetzt. Wir waren gespannt auf die Resonanz...

 

 

Juni – August 2000: Star Wars – das Actionabenteuer

 

Falk Fiedler (13) aus Görlitz präsentiert seine Sammlung von Actionfiguren zur Star-Wars-Saga. Figuren aus den Kinofilmen 3 bis 6 sowie aus Episode 1 ließen die Leinwandhelden wieder ihre Abenteuer bestehen – en miniature natürlich.

 

 

September – November 2000: 101 Dalmatiner

 

Lisa Baugstatt (9) aus Görlitz sammelt seit ihrem dritten Lebensjahr alles rund um die weiß-schwarz gefleckten Vierbeiner: Zuckertüte, Haarspangen, Kuscheltiere, Bettwäsche, Milchtasse, Seifenhalter, Bleistiftspitzer, Federtasche, Spielzeug, und, und, und... Eine tolle Sammlung, die vielen Besuchern Freude machte.

 

 

Dezember 2000 bis Januar 2001: Es weihnachtet schon

 

Ganz weihnachtlich ging es in der Adventzeit zu, als die Vitrinen der Sonderausstellung den weihnachtlichen Gesellen, wie Räuchermann und Nussknacker, vorbehalten blieben. Die Spielzeugmacherstube war mit einer großen Pyramide und einem Weihnachtsberg festlich eingerichtet, die Ausstellungsräume strahlten im Lichterglanz der Kerzen auf fünf unterschiedlich geschmückten Tannenbäumen. An den Adventsonntagen kam Leben in die Spielzeugmacherstube: Schauschnitzen, Klöppeln und Geschichten von der Märchentante begeisterten groß und klein. Besucherrekord beim Klöppel-Wochenende: 139 Gäste!

 

                              

 

 

Januar – März 2001: Matchbox und mehr

 

Kleine Flitzer standen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Die Autos steuerten bei: Anne-Marie Bandmann (13), Sebastian Bruß (14), Rene Langer (14), Gregor Hausmann (13), Falk (14) und Frank (18) Fiedler. Rund 500 Auto-Modelle, überwiegend Matchbox-Fabrikate, begeisterten Väter wie Söhne und auch eigens angereiste Sammler gleichermaßen. Ein Thema, das wir sicherlich einmal wieder aufgreifen, denn an den Wochenenden kamen meist über 100 interessierte Besucher!

 

 

 

April – Juni 2001: Katz und Maus

 

Sammler sind glückliche Menschen, sagen sich die Kinder der Familie Eckert aus Deutsch-Paulsdorf. Und sie sind glücklich: Lucardis (14), Medardus (12), Damaris (11), Bernardus (6) und Leonardus (5) sammeln Katzen und Mäuse. Den Grundstein der Sammlung legten allerdings die Eltern. Von den rund 1000 Figuren aus 62 unterschiedlichen Materialien (darunter sieben Holz- und 26 Edelsteinsorten) waren rund 500 im Spielzeugmuseum zu bestaunen. Die kamen aus 17 Ländern von vier Kontinenten!

 

 

Juli – August 2001: Wir lassen die Puppen tanzen

 

Arite Keitel (10) aus Kunnersdorf und Sophie Lentföhr (10) aus Görlitz verbindet mindestens Dreierlei: ihre Muttis lernten sich auf der Entbindungsstation des Görlitzer Klinikums kennen, sie haben fast am gleichen Tag Geburtstag und sie sammeln Barbie-Puppen. Die verstauben nicht in der Vitrine, mit ihnen wird (fast) täglich gespielt. Für acht Wochen allerdings standen die grazilen Damen und ein Boy namens Ken im Museum.

 

 

September 2001: Die Saurier sind los

 

Spätestens seit dem Kinoerfolg von Steven Spielbergs >>Jurassic Park<< eroberten sie die Spielzimmer: die Dinos. Nun, da gerade Teil 3 der Dino-Saga im Kino läuft, haben Falk (14) und Frank (19) Fiedler ihre gesammelten Schätze aus der Bodenkiste hervorgekramt. Urzeitriesen, nur wenige Millimeter groß, gefräßige T-Rex von 40 Zentimetern Länge, die Leinwand-Actionhelden in allen Lebenslagen, ergänzt durch Literatur, Sammelkarten und vieles mehr.

 

Oktober - November 2001: Teddy im Spielzeugmuseum

 

Die 13 jährige Steffi Gähler aus Görlitz sammelt Teddys. Und das mit Leidenschaft: Über 150 Kuscheltiere räkeln sich in ihrem Kinderzimmer. Die meisten davon stellte Steffi acht Wochen lang im Museum aus. Unsere Mitarbeiterin Christine Eisenhammer führte mit Mischka- Bär durch die sehenswerte Sonderschau.

 

 

Dezember - Februar 2002: Sandmännchens Reise

 

Die Weihnachtsausstellung vereinte die beliebten Figuren des Kinderfernsehens mit Holzspielzeug aus 40 Jahren DDR - Spielzeuggeschichte. Ein interessanter Exkurs durch die Geschichte: Stalin- Allee, Kombinat "Schwarze Pumpe", MTS, Trabbi, Messemännchen und Lufthansa- Flugzeuge als Spielzeuge und gleichzeitig geschichtliche Zeitzeugen. Auf Grund der großen Resonanz um 4 Wochen verlängert.

 

März - April 2002: Tatü-tata, die Feuerwehr ist da! 

 

Die 12-jährige Marlen Köhler hat ein Faible für Feuerwehren. Für ein Mädchen ungewöhnlich, doch es liegt ihr im Blut. Schließlich ist Vati Uwe seit 1973 bei der Görlitzer Feuerwehr. Kein Wunder also, dass sie in dessen Fußstapfen trat und seit 1997 bei der Jugendfeuerwehr mitmischt. Über 100 Feuerwehrmodelle, klitzeklein und riesengroß, aus Plaste, Blech, Holz und Edelstahl, stellten beide aus.

 

Mai – August 2002: Alle meine Entchen

Enten über Enten: die hölzernen aus dem Erzgebirge, gläserne aus Böhmen und Thüringen, weitgereiste aus Asien, Enten aus Plüsch, batteriebetrieben herumzappelnd, aus Ton modelliert, eine Ente als Fön. Enten sind einfach ihre Leidenschaft: Christine Stephan aus Görlitz sammelte über 500 Schnattertiere, 300 davon erfreuten die Museumsbesucher in der Sonderausstellung.

September – November 2002: Im Schlumpfenland

Anne (12) und Sophie (9) Lukoschek sehen am liebsten blau. Warum? Ganz einfach, sie sammeln Schlümpfe. Die kleinen Gesellen um Papa Schlumpf und Erzfeind Gargamel entfachten die Sammelleidenschaft von Anne. Das war vor zehn Jahren. Mittlerweile hat sie auch ihre Schwester angesteckt: 150 Spielfiguren, Bücher, Puzzles, Plüschfiguren, Bettwäsche, T-Shirts – sie sammeln alles. Für die Ausstellung bastelten sie 200 Schlumpf-Lesezeichen. Den Erlös daraus spendeten sie einem Kindergarten in Dresden, der vom Jahrhunderthochwasser betroffen war.

 

Dezember – Januar 2003: Sammelsurium

Im Duden abwertend als „Mischmasch“ übersetzt, war es mehr als das. Die Weihnachtsausstellung widmete sich schlummernden Sachzeugen aus dem Fundus, angeschafft in den vergangenen drei Jahren. Wertvollstes und zugleich ältestes Exponat ist eine Figurengruppe aus Brotteig vom Arnsfelder Männelmacher Karl-Eduard Otto. Die Figuren aus den Jahren um 1850 stellen Maria, Josef, einen Engel und die Heiligen drei Könige dar. Der zeitliche Bogen spannt sich über die Jahrhundertwende (Jagdszene in einer Spanschachtel), den ersten Weltkrieg (Miniaturfahrzeuge) und die DDR-Zeit (Rostocker Hafen als Margarine-Werbe-Baukasten) bis hin zur Gegenwart (Adam und Eva als Sonderanfertigung).

 

Februar – März 2003: Komm, wir bauen einen Schneemann

Erinnern Sie sich noch an den Trickfilm vom Schneemann, der den Frühling erleben wollte und deshalb geduldig im Kühlschrank ausharrte? Überglücklich tanzte er im Frühlingsblumenmeer und schmolz, bis das Häschen seine Nase verputzte. Spätestens, wenn man die Sammlung der Familie Schwarz von über 300 Schneemännern gesehen hat, fällt einem auch dieser Kultfilm wieder ein. Pünktlich zum 1. Advent verwandelt sich die Wohnung der Görlitzer Familie in des coolen Mannes Reich: Schneemänner aus Holz und Plüsch, Plaste und Metall, Porzellan und Glas, Kunststoff und sogar aus Marzipan halten Einzug. Im Spielzeugmuseum erlebten sie sogar den Frühlingsanfang. Wie der Schneemann im Trickfilm…

 

April – Mai 2003: Klappe und Action

„Klappe und Action“ zeigt große Leinwandhelden ganz klein, nämlich als Spielzeug. Falk (16) und Frank (20) Fiedler griffen ganz tief in verstaubte Spielzeugkisten und kramten Batman, die Turtles, die Power Rangers, Jurassic Park-Helden und viele andere Action-Figuren heraus. Außerdem zeigen sie Figuren aus ihrem jetzigen Sammelgebiet, denn noch immer stehen Falk (Star Wars) und Frank (Star Trek) auf Action. Thematisch ergänzt Rene Langer (16) die Ausstellung mit He-Man-Figuren.

 

Mai – August 2003: Matchbox-Oldies

Mit Spannung erwartet: eine tolle Matchbox-Ausstellung mit (fast) allen Grundmodellen, die jemals in der Reihe „Models of Yesteryear“ erschienen sind. Dazu: Literatur, Geschenkpackungen, Kataloge, Zeitschriften, Verkauf von Matchbox-Modellen. Die Görlitzer Sammler Stefan Zimmermann, Wolf-Dieter Heinicke und Thomas Fiedler stellen gemeinsam mit dem Berliner Carsten Oettler Matchbox-Schätze vor. Über 400 Oldtimer glänzen in den Vitrinen und zeigen ein Stück Automobilgeschichte en miniature. Begleitprogramm für Kindergruppen: „Wer baut das schönste Auto?“, „Wie Onkel Fritz früher Auto fuhr“ und ein Wissens-Quiz zum Thema.     

September - November 2003: Hokuspokus

Diverse Zauberutensilien aus dem Fundus von Eberhard Niedrig zeigt das Museum in der Herbstschau. Dabei sammelt der 64-jährige Görlitzer nicht nur die Zaubersachen, sondern beschäftigt sich seit über 40 Jahren auch mit Mikromagie und Miniillusionen. Das zeigt er bei verschiedenen Veranstaltungen im Spielzeugmuseum, die als Begleitprogramm zur Sonderausstellung viel Anklang finden.

Dezember - Januar 2004: Horch, wer kommt von draußen rein?

Der bärtige Alte steht im Mittelpunkt der Weihnachtsschau. Kein Wunder, es ist Weihnachten! Den Weihnachtsmann gibt es in vielerlei Variationen, und das zeigt die Ausstellung auch. Angefangen von einer ganzen Schar Räuchermänner (darunter übrigens ein alter Nikolaus von Wendt & Kühn) und Nussknacker gibt es den Alten als Christbaumanhänger, Kaffeetasse, Lebkuchenbild, Süßigkeitenspender, als Pappwerbefigur oder Keramik-Deko. Schönstes Exemplar, ein mechanischer Nick-Weihnachtsmann fürs Schaufenster.

    

Januar - März 2004: Faszination mit elf Punkten

Am 1. Oktober 1915 schlug die Geburtsstunde eines heute traditionsreichen Familienunternehmens: Margarete Wendt (1896-1979) und Margarete Kühn (1887-1977) gründeten im erzgebirgischen Grünhainichen Wendt & Kühn. Weltbekannt sind die Engel mit den elf weißen Punkten auf grünem Flügel. Die Sonderausstellung zeigt rund 300 Figuren aus der Sammlung von Kerstin und Thomas Fiedler.

 

April - Juni 2004: Die Star-Wars-Saga

Um die spannende Wartezeit auf den letzten Teil der Star-Wars-Saga („Die Rache der Sith“) zu verkürzen, gibt es schon mal eine optische Einstimmung auf das Geschehen. Falk Fiedler, begeisterter Star-Wars-Fan und Sammler ebenjener Spielzeuge, zeigt seine Schätze in drei Vitrinen: seltene Figuren aus Sondereditionen, Raumfahrzeuge und Schiffe, gefährliche Kreaturen und Furcht einflößende galaktische Schurken. Und natürlich mit dabei: R2-D2 und C-3PO.

 

Juni - September 2004: Stein auf Stein – das kann nur Lego sein!

Lego, das ist eine Faszination für sich. 1948 entschloss sich der dänische Tischler Ole Kirk Christiansen, Spielzeug nicht mehr aus Holz, sondern künftig aus Kunststoff zu fertigen. So entstehen 1949 die ersten vier- und achtnoppigen Bausteine für ein Haus, die später ihren Siegeszug um die ganze Welt antraten. Robert Böhme aus Olbersdorf hat einen Narren an Lego gefressen und zeigt seine Spielzeugschätze aus allen Themenbereichen in der Sonderausstellung. Natürlich steht auch eine Riesenkiste mit Legosteinen zum Spielen bereit.

  

September - November 2004: M&M – vom Bonbon zur Kultfigur

Red und Yellow sind spätestens nach den lustigen wie erfolgreichen Werbespots im Fernsehen in aller Munde. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Denn es sind Bonbons. Sie gibt es auch in grün, orange, braun und blau. In den USA sind die lustigen Bonbon-Figuren längst Kult, und auch in Deutschland mehrt sich die Fan- und Sammlergemeinde. Die kleinsten Figuren sind ca. zwei Zentimeter hoch, die größten weit über einen Meter. Eine große Auswahl an solchen Figuren zeigt die Sonderausstellung.

 

Dezember - Januar 2005: Sandmännchen im Weihnachtsland

Eine Kombination, die Jung und Alt ansprechen soll und auch anspricht: der kleine Mann vom Abendgruß inmitten von Holzspielzeug aus DDR-Zeiten. Es ist ein kleiner Exkurs durch die Geschichte, auf den die Besucher den Mann mit dem Schlafsandsäckchen begleiten: der Bau der Stalin-Allee (natürlich in Miniatur) oder das Kombinat Schwarze Pumpe, ebenfalls als Miniaturspielsatz. Sandmännchen begrüßt Messe-Männchen und Tierpark-Ede, spielt mit einem Flugzeug-Baukasten, auf dem noch Lufthansa steht und staunt über den Rostocker Überseehafen, den man Anfang der 60er Jahre gegen Margarine-Wertmarken eintauschen konnte. Einige der Exponate stellte übrigens dankenswerterweise das Spielzeugmuseum Seiffen zur Verfügung.

 

Januar - April 2005: Matchbox – kleine Flitzer ganz groß

Nach dem Erfolg der Yesteryear-Ausstellung legt das Spielzeugmuseum nun nach. Dieses Mal sind die „Kleinen“ dran, die seit 1953 in England hergestellt wurden. Zwei eingefleischte Matchbox-Sammler aus Görlitz zeigen dabei ihre Schätze. Zum einen Stephan Zimmermann, der alle 237 erschienenen Grundmodelle der Serie „Regular Wheels“ (1953 bis 1969) ausstellt. Zum anderen Frank-Michael Otto, der die zeitliche Lücke von 1969 bis 1983 schließt  und 375 Superfast-Modelle  beisteuert. Damit zeigt die Schau alle jemals erschienenen Matchbox-Modelle bis zu dem Zeitpunkt, als die Produktion nach Fernost ausgelagert wurde.  

 

April - Juli 2005: Vom Messe-Männchen zur Milka-Kuh

Werbefiguren im Wandel der Zeit geben sich hier ein Stelldichein. Der alte Sarotti-Mohr beispielsweise, der Wüstenrot-Fuchs oder der Salamander der gleichnamigen Schuhmarke. Seltene und alte Sachen sind darunter, wie ein alter Erdal-Frosch aus Blech oder der Siebenmeilenläufer der Volksfürsorge, aber auch viele DDR-typische Werbeträger: Messemännchen und Tierpark-Ede, Spezitex-Detektiv und FDGB-Männchen, Schusterjunge und Berliner Bär. Die Ausstellung schlägt einen geschichtlichen Bogen in die Gegenwart, wo uns dann die lila Milka-Kuh erwartet.

 

Juli - September 2005: Märchen aus Zinn

Der gestiefelte Kater, das tapfere Schneiderlein, die Bremer Stadtmusikanten oder die sieben Zwerge mit ihrem Schneewittchen – sie alle präsentiert die Schau. Und das aus Zinn und fein säuberlich bemalt. Sie alle stammen von Elke und Martin Andrä aus Halle, die versessen sind auf Märchen der Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersen und Wilhelm Hauff. Rund 50 Szenen zeigt die Schau, dazu Entwürfe, Werkzeuge und Gießformen.

Oktober - November 2005: Kinderträume aus Blech

Herbert Stahlberg hat ein Faible für Spielzeug. Über 32 Jahre arbeitete er im VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (MSB), bis man den Betrieb 1991 abwickelte. Dann sollten auch die Reste aus dem Musterzimmer auf den Schrottplatz. Herbert Stahlberg gab den Spielzeugen ein neues Zuhause und zeigt sie immer mal wieder bei Ausstellungen. Die Palette ist groß: Rennautos, Traktoren, Raupenschlepper, Nutzfahrzeuge und Pkws für den Binnenhandel, vor allem aber den Export. BP- und ESSO-Tanklaster gingen in den Westen. Zur Eröffnung, bei der auch der amtierende Kulturdezernent der Partnerstadt Wiesbaden, Wolli Herber, und der Görlitzer Kulturbürgermeister Ulf Großmann anwesend waren, feierte das Museum gleichzeitig sein fünfjähriges Jubiläum.    

 

Dezember - Januar 2006: Schätze aus Omas Spielzeugkiste

Sechs über 150 Jahre alte Krippenfiguren sind der Hingucker schlechthin in dieser Ausstellung. Die aus Brotteig geformten Figuren stammen vom Arnsfelder Männelmacher Eduard Otto. Sie, wie zahlreiche andere Exponate, stammen aus der Sammlung von Thomas Fiedler und werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Es sind allesamt erzgebirgische, gedrechselte Arbeiten, die zum größten Teil noch in ihren Originalverpackungen schlummern. So auch eine Krippe in der Spanschachtel, die um 1860 einer Bediensteten der königlich-sächsischen Familie gehört haben soll.

 

Januar - April 2006: Matchbox – die Königsriege

King Size bzw. die Nachfolgemodelle von Superkings sind eine ganz besondere Matchbox-Serie in großem Maßstab. Wunderschön, gigantisch und vor allem platzraubend, wie es ein Sammler bei der Eröffnung auf den Punkt brachte. Die Ausstellung zeigt alle Grundmodelle dieser Serie. Zusammengetragen hat die ca. 200 Fahrzeuge der Görlitzer Sammler Frank-Michael Otto, dem diese Serie ans Herz gewachsen ist. Die ersten Fahrzeuge kamen 1960 auf den Markt und erfreuen seitdem dank ihrer Detailtreue und Funktionalität Groß und Klein.

 

April - Juni 2006: Käse-Alarm

Von manchen belächelt, aber mittlerweile längst Kult: die Diddl-Maus. Auch 16 Jahre nach ihrer Geburt trotzt sie allen Unkenrufen. Eine wahre Kinder-Fan-Gemeinde – Katja und Robert Böhme aus Olbersdorf, Anne-Kathrin Scheibler aus Rostock, Alexandra, Lucynda und Yannick Fetting aus Hennigsdorf – plünderten ihre geliebten Maus-Ecken und Vitrinen und zeigen ihre liebsten Stücke. Auch die Görlitzerin Anja Riediger steuerte ein paar Raritäten bei. Zum Abschluss der Ausstellung gibt es eine Tauschbörse im Museum.   

 

Juni - September 2006: Spiel mit!

„Spiel mit!“ – das Motto der Sonderausstellung ist durchaus wörtlich gemeint. Denn alle ausgestellten Stücke, können, dürfen und sollen die Besucher selbst ausprobieren. Die Idee für diese ganz und gar museumsuntypische Regel hatte Vereins-Chef Thomas Fiedler. Rund 80 DDR-Spiele, die Palette reicht von Würfel- und Legespielen, Mosaiks und Quiz über Mikado und „Action“-Spiele bis hin zum Schwarzen Peter. Während der Zeit lobt das Museum die Mikado-Museums-Meisterschaft, kurz MMM, aus.

 

September - November 2006: Kleine Bahn – ganz groß

So „kurz“ vor Weihnachten beginnen die ersten Modellbahnfans, ihre Flotte auf Vordermann zu bringen. Was lag näher, als einen von ihnen mal seine Schätze ausstellen zu lassen? Der 53jährige Gerd Fiedler aus Lauba (bei Löbau) gehört zu diesen Enthusiasten. Nur, dass bei ihm das ganze Jahr über die Loks im Dachgeschoss schnaufen. Ausnahmsweise schnauften seine Schätze, überwiegend Lok-Modelle aus DDR-Zeiten, nach Görlitz. Hier fanden sie ein interessiertes Publikum.

 

Dezember - Januar 2007: Engelszeit

Im Mittelpunkt stehen die weltberühmten Grünhainichener Engel, nur echt mit den elf weißen Punkten auf grünem Flügel. Sie faszinieren seit Jahrzehnten Sammler und Liebhaber erzgebirgischer Volkskunst. Grete Wendt, die 1915 mit Margarete Kühn die Firma gründete, entwarf diese knubbeligen Engel. Bereits 1937 erhielt die große Engelkapelle eine Goldmedaille und den Grand Prix bei der Pariser Weltausstellung. Die Ausstellung zeigt rund 300 Figuren und wird begleitet von einem abwechslungsreichen Programm mit Spinnen und Schauklöppeln, Weihnachtsmannbesuchen und Bastelangeboten.

  

Januar - April 2007: Matchbox-Feuerwehren

Die fünfte Matchbox-Ausstellung widmet sich erstmals einem speziellen Thema, nachdem in den vergangenen Jahren die einzelnen Serien vorgestellt wurden. Über 300 Feuerwehr-Fahrzeuge, vom 55 mm kleinen Modell bis zum übergroßen Modell mit 55 cm Länge. Es ist alles dabei, was bei Matchbox Rang und Namen hat: alle Regular-Wheels-Modelle, alle Schachtelvarianten, Feuerwachen in Originalverpackung, Superfast-Modelle, King Size und Superkings, Models of Yesteryear und viel Seltenes und Originelles. Am Eröffnungstag gibt es wieder eine kleine Matchbox-Börse.  

 

April - Mai 2007: Von Anton bis Zylinder

Frühe DDR-Kinderbücher und ihre Helden zeigt die Schau „Von Anton bis Zylinder“. Es ist ein bunter Querschnitt durch die Kinderliteratur mit vielen Erstausgaben. Daneben stehen die „wirklichen“ Helden: Sandmann, Tierpark-Ede, Ritter Runkel von Rübenstein und die Digedags, Pinocchio, Fix und Fax oder Alfons Zitterbacke. Eine interessante Mischung aus Kinderliteratur und Spielzeug, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Themenbezogen gibt es verschiedene Lesungen mit Bernd Maywald von Buch & Kunst. 

 

Mai - September 2007: Kellner – Steckspielspaß

Mit diesen Figuren hat fast jedes Kind hierzulande gespielt: Kellner-Steckfiguren. Häslein Hopps, Mäuslein Quiek und Frosch Quak oder Gärtner Tulpe stammen aus Tabarz in Thüringen. Georg Kellner erfand in der 30er Jahren die geniale Verbindung zwischen Holzklötzchen mittels „Jummis“. Die kleinen Elemente aus Gummischlauch erlaubten Steckspielspaß ohne Ende. Die Ausstellung gibt einen repräsentativen Überblick auf die 80jährige Firmengeschichte mit vielen seltenen Baukästen, wie z. B. den Panzer-Baukasten aus den Anfangszeiten der Firma. Eine große Steckspielspaßspielekiste begleitet die Ausstellung.

 

September - November 2007: Schweinereien

Schweinereien im wahrsten Wortsinne: Es sind wirklich alle Vitrinen voll bis obenhin mit – Schweinen. Schweine aus Plüsch, aus Holz, Porzellan, Kunststoff, Gummi, Schweine aus Marzipan und aus Glas, Schweine aus Stoff, Leder oder Pappe. Eine Schweine-Liebhaberin aus Bautzen zeigt rund 150x Schweine. Wirklich eine Schweinerei, aber eine liebenswerte.

 

Dezember - Januar 2008: Das Raachermannl naabelt

Rund 300 Räuchermänner aus drei Jahrhunderten geben sich zur Weihnachtsausstellung ein Stelldichein. Die Ältesten, die so genannten Teigräuchermänner, sind heutzutage gesuchte Raritäten. Zwar ist ihr Körper aus Holz gedrechselt, aber Zubehörteile, wie Arme, Füße, Taschen, Kragen, Borten, Helmverzierungen und ähnliches wurden aus Brotteig geformt. Manche haben sogar ein Gesicht aus Teig aufgedrückt bekommen. Der geschichtliche Bogen spannt sich von der Vorkriegszeit über schöne und frühe DDR-Stücke bis in die Gegenwart, wo oft der Kommerz und nicht die Tradition bestimmend ist.

 

Januar - April 2008: Matchbox – Flotte Flitzer

Es ist die zweite thematische Matchbox-Schau. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Rennautos. Absolutes Highlight ist eine Geschenkbox mit Rennautos und Zubehör aus den Anfangsjahren des englischen Modellautoherstellers. Alle Matchbox-Serien sind hier mit ihren Flitzern vertreten, Regular Wheels, Superfast natürlich mit tollen Dragster-Modellen, King Size und Superkings sowie Models of Yesteryear. Interessant sind auch einige neuzeitliche Sonderausgaben von und für Rennfahrer. Besonders in den USA gibt es da tolle Ausgaben, z. B. für Nascar. Eine stattliche Sammlung von Ferrari-Modellen rundet das Thema ab. Am Eröffnungstag wartet eine kleine Matchbox-Börse auf alle Sammler.

 

Mai - November 2008: Indianer

Was keiner geahnt hätte, ist wahr geworden: Die DDR-Indianer-Ausstellung droht aus allen Nähten zu platzen. Es ist ein so umfangreiches Thema, dass wir Platzprobleme haben. Dicht gedrängt stehen die Masse-Figuren aus den 50er Jahren – übrigens eine Leihgabe von Sammler Thomas Finck aus Thüringen – in der einen Vitrine, die Gummi-Indianer und das zahlreiche Zubehör tummeln sich in den anderen Vitrinen. Viele Familien aus Görlitz und Umgebung haben uns bei der Suche nach Gummi-Indianern unterstützt. Leider ist es uns bis zum Eröffnungstag nicht gelungen, alle 133 Typen aufzuspüren. Deshalb suchen wir weiter. Da die Ausstellung so großen Anklang fand, haben wir sie bis November verlängert.

       

Dezember - Januar 2009: Happy Birthday, Engel!

Zu DDR-Zeiten waren sie Bück-dich-Ware, mittlerweile sind sie Volkskunst-Kult: die Engel von Wendt & Kühn Grünhainichen. Nur echt mit elf weißen Punkten auf grünem Flügel. Seit nunmehr 85 Jahren begeistern sie Sammler und Liebhaber gleichermaßen. Zum Geburtstag brachte die Firma eine Sonderedition heraus: Gratulationsengel. Sie und rund 300 andere geflügelte Wendt & Kühn-Figuren begeistern sicherlich auch die Görlitzer Besucher.  

 

Januar - Mai 2009: Matchbox – Spielwelten

Etwas abseits von normalen Matchbox-Pfaden wandelt die neue Sonderausstellung, die siebente übrigens. Wieder ist sie einem Thema untergeordnet. Und das erlaubt, einmal Matchbox-Spielzeug zu zeigen, dass nicht jeder kennt. Oder wussten Sie, dass Matchbox auch auf Saurier stand? Jurassic Park war in der Spielzeugbranche so ein Renner, dass MB nachzog. Die Serie war nicht sehr erfolgreich, aber neben Fahrzeugen, Sauriern und Figuren gab es auch interessante Geländeteile. Es gibt vieles zu sehen, was man so nicht kennt: die Serie Big MX beispielsweise, ein seltenes Militärspiel, die Thunderbird-Station mit den entsprechenden Figuren, Stingray-Modelle oder Connectibles für den Autoselbstbau. Lassen Sie sich einfach überraschen!

 

Mai - September 2009: Ritter – eine Spielzeug-Zeitreise

Ganz ritterlich geht es in diesem Sommer im Museum zu, wobei die Ritter nur der Aufhänger sind. Es geht um Britains-Figuren, hierzulande fast unbekannt. Michael Machoi aus Krauschwitz hat weit über 1000 Figuren zusammengetragen und stellt einen Teil nun im Museum aus. Die kleinen Figuren im Maßstab 1:32 vermitteln Zeitgeschichte. Die Themenvielfalt reicht vom alten Griechenland bis ins Mittelalter, vom Wilden Westen bis zum Kriegsgeschehen, sogar Alien gibt es. Ein buntes Rahmenprogramm mit Bastel- und Spielgelegenheiten begleitet die Ausstellung über den Sommer.

 

September - November 2009: Alte Puppen

Die Schau zeigt über 50 alte Puppen, die vor dem Zweiten Weltkrieg hergestellt wurden. Die älteste Puppe ist eine Armand Marseille von 1880. Gesammelt hat sie eine Ur-Görlitzerin. Uta Schott, die es mit 18 Jahren in die große, weite Welt zog, kehrte im Jahr 2000 in ihre Heimat zurück. Seit gut 20 Jahren frönt sie bereits ihrer nie verloschenen Puppenliebe aus Kindheitstagen.

 

Dezember - Januar 2010: Roter Mantel, Rauschebart

Da steht er nun mal wieder im Rampenlicht: der Weihnachtsmann. Rauschebart ist klar, aber der rote Mantel ist nicht immer zwingend. Es gibt alte Räuchermänner und auch zahlreiche Abbildungen, wo der Weihnachtsmann blau trägt. Aber das ist die Ausnahme. Die meisten ausgestellten Stücke entsprechen dem Klischee. Kurioser sind dann schon Frauen mit dicken Weihnachtszöpfen unter roter Bommelmütze. Holzgestalter Björn Köhler kreierte sie und bekam sogar einen Kunstpreis dafür. Noch kurioser: Hühner, als Weihnachtsmann (oder –huhn) verkleidet. Aber natürlich gibt es bei uns auch den traditionellen Weihnachtsmann. Wäre ja gelacht, wenn es nicht so wäre…

 

Januar - Mai 2010: Matchbox – wie alles begann

Mit dieser Ausstellung gehen wir noch einmal zu den Wurzeln des englischen Modellautoherstellers. Die erste Serie, die so genannten Regular Wheels, gab es von 1953 bis 1969. Einer, der sich darauf spezialisiert hat, ist der Görlitzer Stephan Zimmermann. Er stellte ja bereits 2005 bei uns aus. Seine Sammlung ist gewachsen, so dass wir die komplette erste Serie mit allen Boxen zeigen können. Ergänzt wird die Ausstellung von so genannten „Earlys“. Das sind Fahrzeuge, die vor 1953 von Lesney hergestellt wurden. Diese sind eine Leihgabe von Frank Lehmann aus Olbersdorf. Traditionell gibt es am Eröffnungstag eine Matchbox-Börse.  

 

Juni - September 2010: Playmobil

Seltene Stücke aus der Geschichte von Playmobil zeigt unsere Sommerschau. Erstmals auf der Spielwarenmesse Nürnberg 1974 vorgestellt, eroberte das Spielzeug bald die Kinderzimmer. Den ersten Serien Baustelle, Wilder Westen und Ritterzeit folgten weitere. Die 12-jährige Lisa Machoi aus Krauschwitz hat die Schätze gesammelt, wenn sie mit ihrem Vati Floh- und Trödelmärkte besuchte. Unter dem Thema „Piraten, ahoi!“ gibt es zur Ausstellung ein buntes Spiel- und Mit-Mach-Angebot, auch für Ferienkinder. Und natürlich gibt es auch eine große Kiste Playmobil zum Spielen.

 

September - November 2010: Disneyana

Erstmals organisieren wir eine Verkaufsausstellung, und die für einen guten Zweck. Den gesamten Erlös spenden wir einer jungen Frau, bei der während des August-Hochwassers die Brühe über einen halben Meter in der Wohnung stand. „Disneyana“ zeigt interessante Spielzeuge aus Juniortüten von McDonalds. Seit 1988 gibt es diese kostenlosen Spielzeugbeigaben, und viele von ihnen sind süße Disney-Figuren. Mit Spenden der Görlitzer konnten wir zum Schluss 1300 Euro überreichen!

 

Dezember - Januar 2011: Erzgebirgische Weihnacht

Traditionelles aus dem Erzgebirge steht im Mittelpunkt der Weihnachtsausstellung. Der Besucher erfährt manch Wissenswertes über das berühmte Neunerlei, erfährt, dass die Wiege von Nussknacker und Räuchermann gar nicht im Erzgebirge stand und dass man an der Zahl der Bergmänner und Engel im Fenster früher ablesen konnte, wie viele Jungs und Mädchen die Familie hatte. Erzgebirgische Weihnachtsfiguren aus drei Jahrhunderten, darunter uralte Krippenfiguren von 1850, runden das Bild ab.

 

Januar - Mai 2011: Matchbox – Highlights

Manch einer orakelte, irgendwann geht uns bei Matchbox die Puste aus. Weit gefehlt: Auch dieses Jahr haben wir – zum neunten Mal übrigens – eine sehenswerte Schau hervorgezaubert. „Highlights“ zeigt ausgewählte Schmeckerchen aus den Serien Regular Wheels, Superfast und Models of Yesteryear. Original verpackte Gift-Sets aus der Anfangszeit von Matchbox, seltene Zubehörteile, wie die Feuerwache mit grünem Dach oder der Matchbox-Store, knallige Dragster-Rennautos von Superfast, die alten Oldtimermodelle der 1. und 2. Serie sowie eine Auswahl der schönsten Oldie-Feuerwehren und vieles mehr. 

        

Juni - September 2011: Ein Ei reist um die Welt

Ü-Ei-Figuren waren einmal ein absoluter Sammel-Hit. Die Zahl derer, die dem Ei immer noch die Treue halten und Ei-klappernd vor der Supermarktkasse stehen, ist merklich kleiner geworden. Ein Görlitzer aber kann es partout nicht lassen. Er stellt seine Schätze bei uns aus. Nicht die allgemein bekannten Figuren aus Deutschland, sondern wahre Exoten: traumhafte Disney-Figuren aus Japan, interessante Kreationen aus Russland, Brasilien und anderen Teilen der Welt. Zum ersten Mal kann man diese Raritäten öffentlich bestaunen. Lassen Sie sich überraschen zu einer Zeit, wo es eigentlich gar keine (Ü-) Eier gibt. 

 

September - November 2011: Kinder-Comic-Helden

Von Micky Maus bis Looney Tunes, von Aladdin bis Donald Duck – wir präsentieren eine Star-Parade der Comic- und Zeichentrick-Helden. Viele sind Merchandise-Artikel von Fast-Food-Ketten, Sammel- oder Kauffiguren. Wie im vergangenen Jahr, so ist auch diese Spielzeugschau eine Verkaufsausstellung.

 

 

Achtung!

 

Wir suchen noch sammelwütige kleine Zeitgenossen, die ihre Schätze aus den Kinderzimmern nächstes Jahr der Öffentlichkeit präsentieren möchten. Egal, was ihr sammelt, schaut doch einfach mal mit Euren Eltern bei uns im Museum vorbei! Vielleicht einige Ideen?

 

 

 

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